Fliesenboden mit Vinyl verkleiden – Die Küche in einem neuen Gewand

Sie können die Fliesen in Ihrer Küche nicht mehr sehen, scheuen sich aber vor dem Arbeitsaufwand und Dreck, den eine Entfernung nun einmal mit sich bringt, zurück? Dann verkleiden Sie die unansehnlichen Fliesen doch einfach mit Vinyl. Doch drücken sich die Fugen der Fliesen durch den dünnen Belag nicht durch? Nicht, wenn Sie Vinyldielen an Stelle von Vinyl zum Ausrollen verwenden. Ein Vinyldielenboden hat eine sehr geringe Aufbauhöhe und gleicht dennoch minimale Unebenheiten aus. Vinyl ist ein äußerst widerstandsfähiges Material, das wasserabweisend, stoßfest und leicht in der Pflege ist, was es für die Verwendung im stark beanspruchten Küchenbereich geradezu prädestiniert!

Vinylböden mit Klickverbindung schwimmend verlegen

Vinyl in der Küche

Kleiden Sie zunächst den Boden mit einer Trittschalldämmung aus. Diese besteht in der Regel aus einer wenigen Millimeter dünnen PE Folie, die Sie nur ausrollen und mit Klebeband fixieren müssen. Anders als bei Parkett oder Laminat verlegen Sie diese Stoß an Stoß und nicht überlappend, da sich die Überlappungen sonst durch den dünnen Vinylboden abzeichnen würden. Nach dem Sie den Boden mit der Trittschalldämmung ausgekleidet haben, beginnen Sie mit dem Verlegen der Vinyldielen in der Zimmerecke, in der die schmale Seite der Klickverbindung sowohl der Langen als auch der kurzen Seite der Diele zu den Wänden zeigt. Legen Sie die zweite Diele am Kopfende der Ersten an und lassen sie die Klickverbindung mit wippenden Bewegungen einrasten. Drücken Sie dabei die Diele nicht zu fest nach unten, denn nur durch die leichten Auf- und Abwärtsbewegungen rastet die Verbindung wirklich ein und bleibt stabil. Fahren Sie in dieser Weise bis zur gegenüberliegenden Wand fort.

Offener Verbund

Schließt die letzte Diele nicht bündig mit der Wand, messen Sie die benötigte Länge aus, um sie mit einem Teppichmesser und einem Metalllineal als Führung auf die gewünschte Länge zu kürzen. Sie brauchen keine Säge, ein Teppichmesser reicht für die dünnen Vinyldielen völlig aus. Ist das abgeschnittene Stück länger als 40 Zentimeter, setzen Sie es einfach am Anfang der nächsten Reihe ein. Ist es kürzer, so legen Sie es als Verschnitt beiseite, denn zu kurze Stücke verteilen die Belastung bei Beanspruchung nicht gleichmäßig. Mit der Zeit können sich diese verbiegen oder die Fugen öffnen sich. Dies gilt es nicht nur aus optischen Gründen zu vermeiden, denn auch Feuchtigkeit kann so in den Boden einziehen. Da die Trägerplatte auch bei Vinylböden meisten aus MDF – einem Holzverbundwerkstoff – besteht, können die enthaltenen Holzfasern aufquellen. Der Boden schlägt schließlich Wellen und muss ausgetauscht werden.

Die zweite Reihe an die erste anschließen

Das einfache System der Klickverbindung ermöglicht Ihnen den Vinylboden selbstständig ohne fremde Hilfe zu verlegen. Wollen Sie beispielsweise die zweite Reihe Dielen an die Erste anschließen, so beginnen Sie zunächst mit der Stirnseite der Diele, die Sie mit leicht wippenden Bewegungen an die vorige Diele in der gleichen Reihe anschließen. Um die beiden Dielen mit der parallel liegenden ersten Reihe zu verbinden, heben Sie die beiden miteinander verbundenen Dielen ein kleines Stück an, um Sie mit Hilfe eines Schlagklotzes in die Klickverbindung der ersten Reihe zu treiben. Achten Sei darauf, dass alle Fugen, sowohl an der kurzen, als auch an der langen Seite bündig miteinander schließen!

Abstand halten zur Wand

Sind die ersten zwei bis drei Reihen verlegt, treiben Sie kleine Holzkeile zwischen Bodenbelag und Wand, da bei schwimmend verlegten Böden ein circa 5 Millimeter breiter Abstand eingehalten werden muss. Nur so hat das Material bei Temperaturschwankungen genug Platz hat, um sich auszudehnen und wieder zusammenziehen zu können. Die Klötzchen solange nicht entfernen, bis Sie den gesamten Boden verlegt haben. Liegt die letzte Diele, lösen Sie die Abstandshalter wieder und verkleiden die Lücke und die überstehende Trittschalldämmung mit einer Sockelleiste. So schützen Sie Ihren Bodenbelag auch an den Rändern vor Schmutz und Wasser.

Unser Tipp: Vinylböden erhalten Sie in vielfältigen Designs. Optisch tendieren Sie zu einem Parkett- oder Massivholzboden, doch die Aufbauhöhe dieser Bodenbeläge würde die Kürzung von Türen erfordern oder zu Stolperschwellen führen? Dann versuchen Sie es doch mit einem Vinylboden in Holzoptik! Optisch sind diese Böden aufgrund modernster Druckverfahren kaum noch vom Original zu unterscheiden. Überzeugen Sie sich selbst!

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  1. Udo

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